Mutterliebe / Midwife

Mutterliebe, ein gewaltiges Naturphänomen. Selbst die schüchternsten Frauen werden zu Löwenmüttern, wenn ihrem Spross vermeintlich Gemeines oder Ungerechtes angetan wird. In der Welt der werdenden Mamas kursiert aber leider ein großer Irrglaube: Mutterliebe entsteht nicht zwangsläufig mit dem positiven Schwangerschaftstest und auch nicht mit dem ersten Ultraschallbild. Nicht mal die Geburt ist immer Überbringer dieses Gefühls. Bei den betroffenen Müttern entstehen dann oft Gedanken wie: „Vielleicht bin ich keine gute Mutter“ oder auch „Vielleicht war es die falsche Entscheidung, ein Kind zu bekommen“. Gefühlt sind alle anderen Mütter total verliebt in ihre Bäuche und in ihre Kinder. Räumen wir an dieser Stelle doch mal ein wenig mit diesem Irrglauben auf. Es gibt viele Frauen, die in der Mutterrolle von der ersten Minute an aufgehen, die Schwanger sein toll finden und ihr totales Glück im Mama werden/sein gefunden haben. Aber es gibt auch viele Mütter, die mehr Zeit benötigen. Erstmal den kleinen Menschen kennenlernen, sich an das „neue“ Leben herantasten und mit dem neuen Spektrum der Verantwortung umgehen lernen. Das „alte“ Paar muss sich neu formieren und eine Familie werden – Teambuilding ist angesagt! Lasst euch von eurer Umwelt nicht unter Druck setzen. Vergleicht euch nicht ständig untereinander. Nehmt euch die Zeit, die ihr braucht, um in die neue Rolle als Mutter und auch die neue Situation mit eurem Partner hineinzuwachsen. Und plötzlich ist sie da, früher oder später – völlig egal – dieses unbeschreiblich gewaltige und nicht vergleichbare Gefühl: Die Mutterliebe.

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